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09:30
Anmeldung / Registrierung
Do. 13.06. — 09:30–10:30
 
 
10:30
Eröffnung
Do. 13.06. — 10:30-11:15
Claudia Roth MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien
Tobias J. Knoblich, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und Beigeordneter für Kultur, Stadtentwicklung und Welterbe der LH Erfurt
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
Claudia Roth MdB

Claudia Roth MdB ist seit Dezember 2021 Staatsministerin für Kultur und Medien. Zuvor war sie von 2013 bis 2021 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. Von 1989 bis 1998 war sie Abgeordnete im Europäischen Parlament. Seit 1998 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen, deren Parteivorsitzende sie von 2001 bis 2002 und von 2004 bis 2013 war.
Von 1998 bis 2001 war sie Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, zwischen 2003 und 2004 Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.
Ihre beruflichen Anfänge machte Roth in der Kulturbranche, erst als Dramaturgie-Assistentin, dann als Dramaturgin in Dortmund und Unna. Von 1982 bis 1985 war sie Managerin der Band »Ton Steine Scherben« um Rio Reiser.

Dr. Tobias J. Knoblich

Dr. Tobias J. Knoblich *1971, studierte Kulturwissenschaft, Kulturpoli­tik und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war Referent im Sächsischen Staatsministerium für Wissen­schaft und Kunst sowie Geschäftsführer des Landesverbandes Soziokultur Sachsen. Von 01/2011 bis 01/2019 wirkte er als Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt. Seit Februar 2019 ist er Beigeordneter für Kultur, Stadtentwicklung und Welterbe der Landeshauptstadt Erfurt. Berufsbegleitend promovierte er am UNESCO Chair in Cultural Policy for the Arts in Development der Universität Hildesheim. Er ist Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. und war viele Jahre Kultursenator des Freistaates Sachsen. 2008 bis 2011 stand er dem Vorstand der Sächsischen Jugendstiftung vor. Er ist u. a. Mitglied des Fachausschusses Kultur der Deutschen UNESCO-Kommission und des Kulturausschusses im Deutschen Städtetag. »Eine Stadt ist ein kultureller Organismus, den man nur ganzheitlich und folglich partizipativ weiterentwickeln kann.«

Thomas Krüger

Thomas Krüger *1959, ist seit Juli 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Von 1991 bis 1994 war er Senator für Jugend und Familie in Berlin, anschließend von 1994 bis 1998 Mitglied des Deutschen Bundestags. Bereits seit 1995 ist er Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Außerdem ist er zweiter stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz und Mitglied des Kuratoriums für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

 
11:15
Keynote
Do. 13.06. — 11:15–11:45
Armin Nassehi, Professor für Soziologie, Ludwig-Maximilians-Universität München
Prof. Dr. Armin Nassehi

Prof. Dr. Armin Nassehi ist Professor für Soziologie am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er wurde 1960 in Tübingen geboren und wuchs in München, Landshut, Teheran und Gelsenkirchen auf. Er studierte von 1979 bis 1985 Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie an der Universität Münster sowie an der Fernuniversität in Hagen. Anschließend war er von 1986 bis 1988 Stipendiat der Universität Münster. Von 1988 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster. 1992 wurde er in Soziologie mit der Arbeit »Die Zeit der Gesellschaft« promoviert, 1994 folgte die Habilitation. Anschließend lehrte er von 1994 bis 1997 als Privatdozent an der Universität Münster. Nach Lehrstuhlvertretungen in Münster und München übernahm er 1998 den Lehrstuhl I für Soziologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Im Jahre 2012 wurde Nassehi durch das Interkulturelle Dialogzentrum in München mit dem IDIZEM-Dialogpreis ausgezeichnet. Im Jahre 2018 erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Soziologie den Preis für Herausragende Leistungen auf dem Gebiet der »öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie«. Für 2021 wurde ihm der Schader-Preis zugesprochen. 2022 war er Mitgründer des PEN Berlin.

 
11:45
Künstlerischer Impuls mit Turbo Pascal
Do. 13.06. — 11:45–12:30
Turbo Pascal, Künstler*innenkollektiv
Turbo Pascal

Turbo Pascal entwickelt interaktive Performances, die das Theater zum Versammlungs- und Verhandlungsraum gesellschaftlicher Prozesse, Dynamiken und Utopien machen. Zudem realisiert das Kollektiv, partizipative Projekte mit Bürger*innen oder Jugendlichen und konzipiert Gesprächs- und Kommunikationsformate für Tagungen und Festivals. Seit 2008 hat das Kollektiv seinen Sitz in Berlin und arbeitet sowohl in der freien Szene als auch an Stadt- und Staatstheatern. 2018 wurde Turbo Pascal mit dem George-Tabori-Förderpreis ausgezeichnet. Die Produktion »Unterscheidet Euch!« wurde 2019 mit dem Ikarus-Preis der Stadt Berlin ausgezeichnet und zum Impulse Festival 2020 eingeladen.

 
12:30
Mittagspause
Do. 13.06. — 12:30–14:00
 
 
14:00
Panel 1: Status quo: Welche Leitbilder bilden heute den Kontext unserer Arbeit – und warum?
Do. 13.06. — 14:00–15:30
Muchtar Al Ghusain, Dezernent für die Bereiche Jugend, Bildung und Kultur, Stadt Essen
Carolin Amlinger, PostDoc-Assistentin am Deutschen Seminar, Universität Basel
Ingolfur Blühdorn, Professor für Soziale Nachhaltigkeit und Leiter des Instituts für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit, WU Wien
Mirjam Wenzel, Direktorin, Jüdisches Museum Frankfurt

Kulturpolitische Narrative – verstanden als sinnstiftende Erzählungen, die eng mit Emotionen und Werthaltungen verbunden sind – liefern Deutungsangebote und bieten Orientierung und Identität. Ihnen kommt in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzung, gesellschaftlicher Umbrüche und bedrohter Demokratie eine besondere Bedeutung und auch Wirkmacht zu.

Welche Leitbilder sind aktuell weit verbreitet? Von wem und warum? Welche Rolle spielt Polarisierung in diesen Leitbildern? Welcher Umgang mit Narrativen kann in Zeiten »alternativen Fakten« gefunden werden? Haben die aktuellen Leitbilder das Potential, Orientierung zu geben? Welche konkrete Relevanz haben sie in der Kultur, Kulturpolitik, kultureller und politischer Bildung sowie in der künstlerischen Praxis?

Ziel von Panel I ist die Auseinandersetzung mit der Funktion von Narrativen, dem Status quo und der Rolle von Kulturpolitik, kultureller und politischer Bildung sowie künstlerischer Praxis bei der Aushandlung von Narrativen und ihrer Umsetzung.

Muchtar Al Ghusain

Muchtar Al Ghusain *1963, studierte Klavier und Kulturmanagement an den Musikhochschulen in Würzburg und Hamburg. Ab 1994 war er Musikschulleiter und ab 1998 zusätzlich Kulturamtsleiter in Schwäbisch Gmünd. Im Jahr 2000 wechselte er an das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover und war dort als Musikreferent und als Referent für die Kunsthochschulen tätig. Ab 2006 war er als Dezernent für die Bereiche Kultur, Schule und Sport in Würzburg zuständig. Seit 2018 ist er bei der Stadt Essen Dezernent für die Bereiche Jugend, Bildung und Kultur. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Kultur- und die Schulentwicklungsplanung, Kulturelle Bildung, Erinnerungskultur sowie Dritte-Orte-Transformationsprozesse. Er ist Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft. Als Musiker tritt Muchtar Al Ghusain vorwiegend als klassischer Pianist auf und vertont zudem Gedichte bekannter Autorinnen und Autoren zu eigenen Songs.

Dr. Carolin Amlinger

Dr. Carolin Amlinger ist Literaturwissenschaftlerin und Soziologin. Derzeit arbeitet sie als PostDoc-Assistentin am Deutschen Seminar der Universität Basel. Nach dem Studium der Soziologie, Germanistik und Philosophie an der Universität Trier wurde sie 2020 mit der mehrfach ausgezeichneten Arbeit »Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit« (Suhrkamp 2021) an der TU Darmstadt und dem Institut für Sozialforschung Frankfurt a. M. promoviert. 2022 erschien ihr Buch »Gekränkte Freiheit. Aspekte des libertären Autoritarismus« (Suhrkamp) zusammen mit Oliver Nachtwey, das 2023 für den Preis der Leipziger Buchmesse (Sachbuch) nominiert war. Sie forscht zu Fragen gesellschaftlicher Polarisierung, zu Kultur und Ungleichheit und über Verschwörungstheorien. Daneben ist sie in der Jury des Lessing-Preises für Kritik. 2023 wurde sie mit dem Young Thinker-Award der Zeitschrift politik & kommunikation ausgezeichnet (Kategorie Gesellschaft/Soziologie).

Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn

Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn ist Professor für Soziale Nachhaltigkeit und Leiter des Instituts für Gesellschaftwandel und Nachhaltigkeit (IGN) an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er studierte an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen und promovierte an der University of Keele in Großbritannien. Über 20 Jahre forschte und lehrte er an der University of Bath (GB).
Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Theorie und Transformation moderner Gesellschaften, politische Soziologie, umweltpolitische Theorie, Demokratieforschung und Bewegungsforschung, insbesondere in Bezug auf öko-emanzipatorische Bewegungen seit den frühen 1970er Jahren. Nach verschiedenen internationalen Gastprofessuren wurde er 2015 auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Soziale Nachhaltigkeit an die WU Wien berufen. In deutscher Sprache zuletzt erschienen: Nachhaltige Nicht-Nachhaltigkeit. Warum die ökologische Transformation der Gesellschaft nicht eintritt (2020, Transcript Verlag); Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne (2024, Suhrkamp Verlag).

Prof. Dr. Mirjam Wenzel

Prof. Dr. Mirjam Wenzel studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Politik- und Theaterwissenschaft in Berlin und Tel Aviv. Im Anschluss arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte dort zum deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre. Mirjam Wenzel ist Autorin und Mitherausgeberin von Büchern und Ausstellungskatalogen zur deutsch-jüdischen Kunst- und Kulturgeschichte. Zudem ist sie kuratorisch tätig und konzipierte mehrere internationale Ausstellungen. Von 2007 bis 2015 verantwortete sie als Leiterin der Medienabteilung die Vermittlung jüdischer Geschichte und Kultur in digitalen und gedruckten Medien am Jüdischen Museum Berlin. Sie gilt seither als eine international anerkannte Expertin für Fragen der digitalen Transformation von Museen. Seit 2016 leitet Mirjam Wenzel das Jüdische Museum Frankfurt – das älteste jüdische Museum der Bundesrepublik Deutschland. 2019 wurde sie zur Honorarprofessorin am Seminar für Judaistik der Goethe-Universität Frankfurt am Main und im Wintersemester 2020/21 zur Gastprofessorin an der Bauhaus-Universität Weimar ernannt.

 
 
Kaffeepause
Do. 13.06. — 15:30–16:00
 
 
16:00
Forenblock I: Strategien zum Umgang mit aktuellen Narrativen
parallele Foren
Do. 13.06. — 16:00–17:30

Die sechs parallelen Foren bieten die Gelegenheit, in kleinen Gruppen sehr praxisorientiert – aus den Perspektiven von lokalen bis internationalen Akteuren aus Kultur, Kulturpolitik und kultureller sowie politischer Bildung – die Auseinandersetzung mit aktuellen Narrativen fortzusetzen und durch sowohl Good als auch Bad Practice voneinander zu lernen und Anregungen für die eigene Arbeit zu erhalten – auch zum Umgang mit Polarisierung.

Die Hälfte der Foren wird aus dem Open Call besetzt.

 
17:30
Pause
Do. 13.06. — 17:30–19:00
 
 
19:00
Abendveranstaltung
mit Kulturprogramm und Umtrunk
Do. 13.06. — 19:00–23:00
 
 
09:00
Panel II: Quo vadis: Welche (neuen) Leitbilder wollen wir gestalten – und wie?
Fr. 14.06. — 09:00–10:30
Sabine Hark, Wissenschaftliche Direktor*in des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin
Milo Rau, Intendant, Wiener Festwochen
Philipp Staab, Professor für Soziologie von Arbeit, Wirtschaft und technologischem Wandel, HU Berlin und Co-Direktor, Einstein Center Digital Future
Julia Wissert, Intendantin, Schauspiel Dortmund

Braucht es neue Leitbilder für die Zukunft? Vor dem Hintergrund welcher Ziele und welcher gesellschaftspolitischen Visionen? Post-Polarisierung? Welche Ansätze und Beispiele gibt es für neue Leitbilder? Inwieweit bedarf es einhergehend mit neuen Narrativen auch neuer Formen des Denkens, Fühlens und kollektiven Handelns? Wo sind Handlungsspielräume und Grenzen? Welche Potenziale – aber auch welche Verantwortung – haben Akteure der Kultur, Kulturpolitik und kulturellen sowie politischen Bildung bei den Aushandlungsprozessen und der konkreten Ausgestaltung? Welche Partnerschaften begünstigen die Umsetzung?

Ziel des zweiten Panels ist es, potentielle neue Leitbilder für die Zukunft zu thematisieren – ihre Notwendigkeit zu diskutieren, Impulse für neue Ansätze vorzustellen, ihren möglichen Beitrag zur Überwindung von Polarisierung zu erörtern und die Rolle von Kultur, Kulturpolitik und kultureller sowie politischer Bildung in Aushandlungsprozessen und ihren Umsetzungen zu diskutieren.

Prof. Dr. Sabine Hark

Prof. Dr. Sabine Hark Professor*in für Geschlechterforschung und Leitung des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) an der TU Berlin. Mitherausgeber*in der Zeitschrift feministische studien. Zeitschrift für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung. Aktuelle Publikationen: Die ungleiche Universität. Diversität, Exzellenz und Antidiskriminierung , Wien 2023 (zusammen mit Johanna Hofbauer); Gemeinschaft der Ungewählten. Umrisse eines politischen Ethos der Kohabitation, Berlin 2021; Unterscheiden und herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart, Bielefeld 2017 (zusammen mit Paula-Irene Villa).

Milo Rau

Milo Rau *1977, ist Regisseur, Autor und Dozent und war Intendant des NTGent (Belgien). Rau studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Berlin und Zürich u.a. bei Pierre Bourdieu und Tzvetan Todorov. Seit 2002 veröffentlichte er über 50 Theaterstücke, Filme, Bücher und Aktionen. Seine Theaterproduktionen waren bei allen großen internationalen Festivals zu sehen, darunter das Berliner Theatertreffen, das Festival d’Avignon, die Biennale Venedig, die Wiener Festwochen und das Brüsseler Kunstenfestivaldesarts und tourten durch über 30 Länder weltweit. Rau hat mehrere Auszeichnungen erhalten, u. a. den 3sat-Preis 2017, die Saarbrücker Poetik-Dozentur für Dramatik 2017 und 2016 als jüngster Künstler nach Frank Castorf und Pina Bausch den renommierten ITI-Preis des Welttheatertages. 2017 wurde er bei der Umfrage der Deutschen Bühne zum Schauspielregisseur des Jahres gewählt, 2018 erhielt er für sein Lebenswerk den Europäischen Theaterpreis und war 2019, als erster Künstler überhaupt, Associated Artist der European Association of Theatre and Performance (EASTAP). 2020 erhielt er für sein künstlerisches Gesamtwerk die renommierte Münsteraner Poetikdozentur. Seine Stücke wurden in über 10 Ländern in Kritikerumfragen zu den besten des Jahres gewählt. Im Jahr 2019 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Lund in Schweden, 2020 wurde er Ehrendoktor der Universität Gent. Seit 1. Juli 2023 ist Milo Rau Intendant der Wiener Festwochen.

Prof. Dr. Philipp Staab

Prof. Dr. Philipp Staab *1983 in Nürnberg, ist Professor für Soziologie Arbeit, Wirtschaft und technologischem Wandel an der Humboldt-Universität zu Berlin und Co-Direktor am Einstein Center Digital Future. In seiner Forschung verbindet er Themen der Arbeit, Sozialstrukturanalyse, Techniksoziologie und politischen Ökonomie in gegenwartsanalytischer Absicht. Aktuell befasst er sich insbesondere mit Fragen der politischen Gestaltung des digitalen Kapitalismus, des Zusammenhangs von Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie der Rolle kritischer Infrastrukturen für die Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften. Zuletzt erschien von ihm im Suhrkamp Verlag das Buch »Anpassung. Leitmotiv der nächsten Gesellschaft«.

Julia Wissert

Julia Wissert ist seit der Spielzeit 2020/21 Intendantin des Schauspiel Dortmund und freie Regisseurin in den Bereichen Schauspiel, Musiktheater und Film. Ihre performativen Ansätze, aus der Londoner Zeit, verbanden sich durch ein verstärktes Interesse an Texten zu eigenen interdisziplinären Formen zwischen Sparten und Genres. Für ihre Arbeiten gewann sie den Publikumspreis des Körber Studio Junge Regie, den Preis der Stadt Salzburg und den Kurt-Hübner-Regiepreis.
Julia Wissert arbeitete unter anderem am Nationaltheater Brno, dem Schauspielhaus Bochum oder dem Staatstheater Hannover. Neben ihrer Arbeit als künstlerische Leiterin und Regisseurin schreibt sie Texte zu strukturellem Rassismus und der Transformation im Theater. Durch die kritische Auseinandersetzung mit dem Arbeitsumfeld, in dem sie sich als Künstlerin bewegt, folgten Artikel und Vorträge.
2017 entwickelten die Anwältin Sonja Laaser und Julia Wissert die »Anti-Rassismus-Klausel«. Im Sommersemester 2023 ist Julia Wissert Gastprofessorin an der UDK in Berlin im Bereich Kunst im Kontext. Julia Wissert ist Mitglied der Deutschen Akademie der darstellenden Künste.

 
10:30
Kaffeepause
Fr. 14.06. — 10:30–11:00
 
 
11:00
Forenblock II: Neue Leitbilder aushandeln und ausgestalten
Fr. 14.06. — 11:00–12:30

Ziel dieses interaktiven Formates ist es, in sechs parallelen Kleingruppen gemeinsam neue Leitbilder, Narrative und Praktiken des Miteinanders für KulturpolitikEN der Zukunft unter Einbeziehung von Kunst, kultureller und politischer Bildung zu entwickeln. Hierbei sollen insbesondere auch die Perspektiven und Bedarfe von Kulturpolitiker*innen vor Ort berücksichtigt werden. Die Ergebnisse dieser Foren werden anschließend im Plenum vorgestellt.

Die Hälfte der Foren wird aus dem Open Call besetzt.

 
12:30
Mittagspause
Fr. 14.06. — 12:30–14:00
 
 
14:00
Präsentation der Ergebnisse aus Forenblock II
Fr. 14.06. — 14:00–14:30
 
 
14:30
Abschlusspanel: Auf dem Weg zu KulturpolitikEN der Zukunft
Fr. 14.06. — 14:30–16:00

Ziel des letzten Panels ist es, mit verschiedenen Akteuren darüber zu diskutieren, welche Strategien zur Überwindung von Polarisierung sie konkret (weiter)verfolgen werden – auch im Kontext der erarbeiteten Leitbilder für zukünftige KulturpolitikEN. Was wird jeweils ihr konkreter Beitrag zur Umsetzung sein? Dazu werden fünf Stehtische positioniert, an denen sich jeweils verschiedene Akteure aus den Arbeitsbereichen Kulturpolitik, kulturelle Bildung, Kommunen und Hochschulen versammeln und miteinander ins Gespräch kommen.

 
16:00
Künstlerische Intervention
Fr. 14.06. — 16:00–16:30
 
 
16:30
Ende
Fr. 14.06. — 16:30–16:30