Programm
Dr. André Mumot, Kulturjournalist, Autor und Übersetzer (Moderation)
Christine Watty , Berlin, ist Redaktionsleiterin und Moderatorin bei Deutschlandfunk Kultur. Sie betreut Radiosendungen, moderiert und konzipiert neue digitale Formate. Ihre Themen: Kultur und Politik sowie die dazugehörigen gesellschaftlichen Diskurse und Debatten.
Dr. André Mumot
geboren 1979 in Helmstedt, studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und promovierte mit der Dissertation Bewegung und Subjekt. Zur Kontinuität eines literarischen Motivs von Petraca bis Stifter, von Bernhard bis Ransmayr.
Als freier Journalist hat er unter anderem für die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Hildesheimer Allgemeine Zeitung sowie für nachtkritik.de geschrieben. Seit 2014 ist er im Deutschlandfunk Kultur als Redakteur tätig und moderiert die Sendung »Fazit – Die Kultur vom Tage«, sowie das Theatermagazin »Rang 1«. Außerdem ist er regelmäßig als Theaterkritiker und Kulturjournalist zu hören. Er moderiert literarische Lesungen mit AutorInnen wie Coco Mellors, Jenny Mustard und Jasper Fforde.
Als Übersetzer englischsprachiger Romane und Sachbücher hat er die Werke namhafter AutorInnen wie Neil Gaiman, Jo Nesbø, Nick Harkaway, Cornelia Funke und Graham Moore für verschiedene Verlage wie Penguin, Hanser oder Berlin Verlag ins Deutsche übertragen. Seine Übersetzung des Romans Wunder von Raquel J. Palacio wurde 2014 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Seit 2021 übersetzt er für den Eichborn Verlag die »Stranger Times« und »Bunny McGarry« -Reihen des irischen Schriftstellers C. K. McDonnell.
Im Tectum-Verlag erschien 2008 sein Buch »Irrwege zum ich – Eine kleine Literaturgeschichte des Gehens«. Seine Romane Muttertag (2016) und Geisternächste (2018) werden bei Eichborn verlegt.
Dr. Wolfram Weimer ist seit dem 6. Mai 2025 Staatsminister für Kultur und Medien. Der promovierte Historiker, Verleger und Publizist ist parteilos und verfügt über langjährige Erfahrung im Mediensektor. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre sowie der Promotion begann er seine journalistische Laufbahn bei der dpa in Washington und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Anschließend war er Chefredakteur der Welt, der Berliner Morgenpost, des Focus und des von ihm gegründeten Magazins Cicero. 2012 gründete Weimer die Weimer Media Group, zu der Magazine wie The European und Business Punk sowie ein Buchverlag gehören.
Sönke Rix, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Prof. Dr. Markus Hilgert ist seit 1. April 2025 Präsident der Universität der Künste Berlin, seit dem 8. November 2025 Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in den Bereichen Kultur und Wissenschaft. Im Vordergrund stehen dabei stets fachpolitische Themen. Von 2018 bis 2025 war Hilgert Generalsekretär und Vorstand der Kulturstiftung der Länder und von 2014 bis 2018 Direktor des Vorderasiatischen Museums im Pergamonmuseum der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Von 2007 bis 2014 lehrte Hilgert als Professor für Altorientalistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Als Honorarprofessor unterrichtet Hilgert gegenwärtig an der Freien Universität Berlin, der Universität Heidelberg und der Universität Marburg. Hilgert war von 2009 bis 2015 Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft und von 2013 bis 2015 Vorsitzender der von der baden-württembergischen Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer eingesetzten Expertenkommission zur »Situation der ‚Kleinen Fächer‘ in Baden-Württemberg« des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. 2017 wurde Hilgert zum Gründungspräsident von Blue Shield Deutschland gewählt. Als Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder initiierte er im Jahr 2021 die Notfallallianz Kultur, ein gesamtgesellschaftliches Bündnis für Resilienz in der Kultur. Hilgert engagiert sich für kulturpolitische Anliegen in verschiedenen Gremien auf nationaler und internationaler Ebene, darunter im Vorstand der Deutschen UNESCO Kommission, im Kuratorium der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie im Stiftungsrat der Aliph Foundation. Hilgerts Veröffentlichungen umfassen zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie Beiträge zu aktuellen kultur- und gesellschaftspolitischen Themen. Dazu zählen der gemeinsam mit Ronald Grätz herausgegebene Band »Innen – Außen. Perspektiven einer integrierten Kulturpolitik« (2021) sowie der 2018 erschienene Band »Objektepistemologien. Zur Vermessung eines transdisziplinären Forschungsraums« (mit Henrike Simon und Kerstin P. Hofmann).
Sönke Rix , geboren 1975, absolvierte nach seinem Realschulabschluss von 1994 bis 1996 eine Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik. Nach seinem Zivildienst war er von 1997 bis 2005 als anerkannter Erzieher tätig, beziehungsweise als Fachkraft für Berufs- und Arbeitsförderung bei der Diakonie-Hilfswerk Schleswig-Holstein. Von 2000 bis 2024 engagiert er sich außerdem als ehrenamtlicher Betreuer beim Amtsgericht Eckenförde.
Seine politische Karriere begann Sönke Rix im Jahr 1992 mit dem Eintritt in die SPD. Zwischen 1994 bis 2005 war er Ratsherr in Eckernförde. Von 2002 bis 2003 gehörte er dem SPD-Landesvorstand Schleswig-Holstein an und führt von 2002 bis 2019 als Vorsitzender die SPD Rendsburg-Eckernförde. Zudem ist er von 2011 bis 2018 Vorsitzender des SPD-Landesparteirates Schleswig-Holstein. Danach war er Sprecher der SPD-Landesgruppe Schleswig-Holstein und stellvertretender Vorsitzender der SPD Schleswig-Holstein. Seit 2021 ist er Vorsitzender der SPD Eckernförde.
Von 2005 bis 2025 war Sönke Rix Mitglied des Deutschen Bundestages. In dieser Zeit hatte er von 2005 bis 2014 die Funktion des Obmanns der SPD-Fraktion im Unterausschuss für Bürgerschaftliches Engagement inne. Hier war er federführend für die SPD-Fraktion für die Förderung der Zivilgesellschaft und des Ehrenamtes zuständig. Er war außerdem Sprecher der Arbeitsgruppe „Strategien gegen Rechtsextremismus“ der SPD-Fraktion. Hier hat er sämtliche parlamentarische Arbeit der Demokratieförderung und politischen Bildung für die SPD-Bundestagsfraktion koordiniert und mitbestimmt.
In der 17. Wahlperiode war Sönke Rix Mitglied im Untersuchungsausschuss „Terrorgruppe NSU“. Dort war er für die SPD-Bundestagsfraktion insbesondere für die Frage zuständig, welche Folgen der fehlerhafte Umgang mit dem NSU für die Förderung der Zivilgesellschaft und der politischen Bildung bei der Arbeit gegen Rechtsextremismus hat.
Während seiner gesamten Zugehörigkeit im Deutschen Bundestag war Sönke Rix für seine Fraktion für die Politik für die nationalen bzw. autochthonen Minderheiten zuständig.
Als frauenpolitischer Sprecher und für Gleichstellungspolitik zuständiger stellvertretender Fraktionsvorsitzender war er Mitglied im Stiftungsrat der Bundesstiftung Gleichstellung.
Zwischen 2014 und 2025 war er außerdem Mitglied im Fraktionsvorstand und von 2021 bis 2025 der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion in den Bereichen Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bildung und Forschung und Kultur und Medien.
Seit März 2026 ist er der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.
Prof. Dr. Andreas Reckwitz ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und einer der prägenden Soziologen der Gegenwart. Seine Arbeiten zur Moderne und Spätmoderne verbinden Gesellschaftstheorie, Kultursoziologie und Zeitdiagnose. Besondere Aufmerksamkeit fanden seine Bücher Die Erfindung der Kreativität, Die Gesellschaft der Singularitäten, Das Ende der Illusionen und Verlust. Sie wurden in 25 Sprachen übersetzt und haben weit über die Soziologie hinaus Resonanz gefunden. Für seine Forschungen erhielt er unter anderem den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Dr. Liya Yu, Neuropolitische Philosophin und Politikwissenschaftlerin (UdK und LMU)
Stephanie Thiersch
Dr. Liya Yu ist neuropolitische Philosophin und Politikwissenschaftlerin. Sie entwickelt einen neurowissenschaftsbasierten Gesellschaftsvertrag, um die politischen Herausforderungen unserer liberalen Demokratien zu bewältigen. Sie ist die Autorin von Vulnerable Minds: The Neuropolitics of Divided Societies (2022) und Hirn statt Moral: Warum nur Neuropolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichert (April, 2026). Yu wuchs in Deutschland als Kind chinesischer Einwanderer auf, studierte an der University of Cambridge und promovierte an der Columbia University in New York. Sie verfügte über internationale Lehraufträge in den USA, Asien und Europa. Das Philosophie Magazin kürte ihre neuropolitische Theorie zu einer der wichtigsten Ideen für 2025, Brand New Bundestag nominierte sie für den Progressive Science Voices Award 2024. An der Universität der Künste entwickelte sie den weltweit ersten Kurs an der Schnittstelle von Neuropolitik und Performance Kunst. Ihre Interviews und Beiträge zu politischer Neurowissenschaft, Rassismus und Dehumanisierung sind in ARD, ZDF, DIE ZEIT, Tagesspiegel, BBC, New Scientist u.v.m. erschienen.
Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Stadt Frankfurt am Main
Basil Kerski, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen
Dr. Jaroslaw Kuisz (tbc), Professor am Institut für Rechtsgeschichte der Fakultät für Rechtswissenschaften und Verwaltung, Universität Warschau
Bezugnahmen auf den demokratischen Grundkonsens und Anrufungen des normativen Kerns im Grundgesetz werden immer häufiger konterkariert durch Verweise auf staatliche Neutralitätspflichten. Während die Profession politischer Bildung und die Gedenkstättenpädagogik bereits seit vielen Jahren auf die damit verbundene, enorme Gefahr hinweisen, erreicht dieser Diskurs nun auch verstärkt die Kultur – sowohl in ihrer praktischen Arbeit als auch in der Kulturpolitik und Kulturverwaltung.
Was bedeutet das »Neutralitätsgebot« – juristisch betrachtet? In welchem Verhältnis stehen der demokratische Grundkonsens und der normative Kern im Grundgesetz zu Verweisen auf »staatliche Neutralität«? Wie steht es um »Neutralität als Haltung« im Bereich der Kulturpolitik und -praxis? Was bedeutet »Haltung« hierbei? Was brauchen Mitarbeitende in Kulturverwaltung und -institutionen, in kultureller Bildung und ästhetischer Praxis, um »Haltung« bewahren zu können?
Prof. Dr. Friedhelm Hufen studierte Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft in Münster, Freiburg und Princeton (USA). Nach beiden juristischen Staatsexamen, Promotion und Habilitation hatte er Professuren für öffentliches Recht in Augsburg, Regensburg (dort auch für Rechtsphilosophie) und seit 1993 in Mainz (emeritiert seit 2011) und Gastprofessuren in New Orleans, Cape-Town und Paris inne. Er war Mitglied des Verfassungsgerichtshofs des Landes Rheinland-Pfalz. (2008-2014), stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Staatsrechtslehrer (2004/ 2005) und Mitglied in zahlreichen Vereinigungen und Kommissionen. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Kulturrecht, Medizinrecht und Grenzfragen des Rechts und der Ethik. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind vor allem die Lehrbücher zu den Grundrechten und zum Verwaltungsprozessrecht zu erwähnen. Prof. Hufen ist Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz.
Dr. Ina Hartwig , geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der »Frankfurter Rundschau« (1997-2009) und Herausgeberin des »Kursbuch« (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne und schrieb u.a. für die »Die Zeit« und die »Süddeutsche Zeitung«. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung »Das Geheimfach ist offen. Über Literatur« (2012) und »Ingeborg Bachmann. Eine Biographie in Bruchstücken« (2017; aktualisierte Neuauflage 2026). Für den Film »Die Geträumten« (Österreich 2016), verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.
Basil Kerski
ist Kulturmanager, Museumsleiter, Politikexperte, Publizist und seit Januar 2026 Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf. Er war zuvor 15 Jahre lang Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig.
Geboren 1969 in einer irakisch-polnischen Familie in Danzig, lebte Basil Kerski in seiner Kindheit und Jugend im Irak, in der Volksrepublik Polen und in West-Berlin. Er studierte Politikwissenschaft und Slawistik an der Freien Universität Berlin.
Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter im deutsch-amerikanischen Aspen Institute Berlin, im Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und im Deutschen Bundestag. Basil Kerski ist ehemaliger Chefredakteur des zweisprachigen »Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG«, Autor und Herausgeber sowie politischer Kommentator in europäischen Medien.
Für sein europäisches Engagement wurde Basil Kerski u.a. mit dem französischen Orden der Ehrenlegion, dem Bundesverdienstkreuz sowie dem polnischen Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet.
Dr. Jaroslaw Kuisz (tbc)
Sabrina Kotzian, Projektreferentin im Museum Utopie und Alltag (Beeskow/Eisenhüttenstadt)
Moritz von Rappard, Prozessbegleiter, Moderator und Dramaturg
Nathalie Senf, Gesangspädagogin und politische Künstlerin
In Ostdeutschland haben Kulturakteur*innen in den letzten Jahren ein besonderes Erfahrungswissen im Umgang mit rechten Strukturen und Angriffen auf Kunst und Kultur gesammelt. Der Workshop nimmt diese Praxisperspektive auf und fragt, wie wir »vor die Welle kommen«: Angriffsmuster früh erkennen, solidarische Reaktionen vorbereiten und kulturpolitische Handlungsfähigkeit sichern – regional wie gesamtdeutsch.
Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit der Teilnehmenden: In Gruppen werden Erfahrungen, Sorgen und Bedarfe zusammengebracht: Wo werden Angriffe oder Einflussnahmen erlebt, was hat getragen, wo blieben Akteur*innen allein? Entlang der Kernbedarfe »Unterstützen«, »Netzwerken« und »Zuhören« entwickeln die Gruppen konkrete Vorschläge für solidarische Unterstützung im Ernstfall, für tragfähige Netzwerke und für sichere Räume, in denen solidarisches Zuhören stärkt, statt zusätzlich zu belasten. Die Ergebnisse werden im Plenum gespiegelt.
Der Workshop wird gemeinsam von der Landesgruppe Sachsen und der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Kulturpolitischen Gesellschaft durchgeführt.
Matthias Franke studierte Kunstgeschichte an der TU Berlin und Erziehungswissenschaften an der HU Berlin. Er war unter anderem bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, am Kulturhistorischen Museum Görlitz und an den Museen der Stadt Dresden tätig – teils freiberuflich. Seit 2019 schult und berät er als Referent der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich, deren Träger der Landesverband Soziokultur Sachsen ist, sächsische Kulturakteur*innen und Kultureinrichtungen aller Sparten sowie Vertreter*innen aus Verwaltung und Politik in Fragen inklusiver und barrierefreier Kulturarbeit. Seit 2023 verantwortet er zudem den Bereich Nachhaltigkeit im Landesverband Soziokultur Sachsen. Er ist Co-Sprecher der Landesgruppe Sachsen der Kulturpolitischen Gesellschaft, Mitglied weiterer Netzwerke – unter anderem der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen (Weiterdenken) – sowie Teil der Kuratoriumsleitung des Fonds Soziokultur.
Sabrina Kotzian studierte Kunstgeschichte, Volkswirtschaftslehre und Bildwissenschaften in Marburg, Jena und Amsterdam. 2014/15 folgt ein Volontariat am Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (Cottbus), danach arbeitet sie freischaffend als Kuratorin und Autorin. Seit 2018 ist sie Projektreferentin im Museum Utopie und Alltag (Beeskow/Eisenhüttenstadt). Bereits seit ihrer Studienzeit engagiert sich Sabrina Kotzian ehrenamtlich in freien Kulturinitiativen. Sie organisierte gemeinsam mit weiteren Akteurinnen Ende 2024 einen spartenübergreifenden Austausch zu kulturpolitischen Herausforderungen in Brandenburg.
Moritz von Rappard hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Germanistik und Pädagogik an der Universität Köln studiert. Nach vielfältigsten Projekten als Projektentwickler, Kurator, Regisseur und Dramaturg sowie einer Zusatzqualifikation als Moderator und Mediator beschäftigt er sich seit 2015 intensiv mit Diversitätsentwicklung, Öffnung und Teilhabe in Kulturinstitutionen. So entstand im Rahmen des von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien initiierten Kompetenzverbunds KIWit die g3-Methode für besseres Arbeiten in heterogenen Gruppen. Seit 2025 ist er neben seiner selbstständigen Tätigkeit als Prozessbegleiter, Moderator und Dramaturg auch als Grundsatzreferent für die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt tätig.
Nathalie Senf (Offener Prozess gGmbH, ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex) ist für die Zusammenarbeit mit den in Zwickau ansässigen Initiativen, die sich im Rahmen von Aufarbeitung und Gedenken an die Opfer des NSU-Komplex engagieren, zuständig. Als studierte Opernsängerin und Gesangspädagogin lebt sie seit 2009 in Zwickau. In keiner anderen Stadt hat die im Ruhrgebiet aufgewachsene Künstlerin und politische Bildnerin länger gelebt.
Seit der Selbstenttarnung des NSU 2011 war sie zunehmend im Bereich Demokratiestärkung und politische Bildung aktiv, woraus sich ihr jetziger Beruf entwickelte. Dabei ist ihr seit 2019 wichtig, Ost- und West-Deutsche Perspektiven zusammen zu bringen, um innerdeutsche Vorurteile abzubauen und die Aufarbeitung der Wendezeit auch in die alten Bundesländer zu tragen. Sie fordert, endlich anzuerkennen, dass die politischen Entwicklungen im Land in gesamtdeutscher Verantwortung liegen
Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Dr. Michaela Stoffels, Referentin für Kultur und Bildung beim Deutschen Städtetag, Köln
In Anbetracht der aktuellen Lage setzen sich Städte vermehrt mit der Frage auseinander, was die kulturelle Bildung zur Stärkung unserer Demokratie beitragen kann. Notwendig erscheint, eine klare Haltung zu entwickeln. Das sogenannte »Neutralitätsgebot« muss differenziert betrachtet werden. Kommunale Maßnahmen der kulturellen Bildung, die Methoden der Demokratie-/ politischen Bildung einbeziehen, können die Resilienz von Stadtbewohner*innen und kommunaler Kultur maßgeblich erhöhen.
Nach einführenden Inputs können sich die Teilnehmer*innen des Workshops über Überlegungen zur Demokratiestärkung in der kommunalen kulturellen Bildung austauschen.
Dr. Sabine Dengel *1967, hat Politikwissenschaft, Soziologie, Sozialpsychologie und Philosophie an der Universität des Saarlandes studiert und über politische Erziehung im Deutschen Kaiserreich, dem NS-Staat und der DDR promoviert. Tätigkeiten im Hochschulbereich in Wissenschaft und Lehre, in der Stadtentwicklung sowie als freiberufliche Projektmanagerin für politische und kulturelle Bildung. Von 2008 bis 2021 hatte sie unterschiedliche Funktionen in der Bundeszentrale für politische Bildung inne: 2018-2020 Leiterin der Projektgruppe »politische Bildung & Kultur«; 2020-2021 Leiterin des Fachbereichs Förderung. Seit Oktober 2021 ist sie Dezernentin für Bildung, Kultur und Jugend der Landeshauptstadt Saarbrücken. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen in moderner politischer Theorie, Theorie politischer und kultureller Bildung, (historische) Bildungsforschung, Demokratietheorie.
Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss studierte Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaften, Italoromanistik und Philosophie in Erlangen und Bologna und schloss 2007 mit einer Arbeit zu Bildungs- und Lernprozessen im Theaterspiel ihre Promotion an der Universität Erlangen-Nürnberg ab. Anschließend leitete sie als Postdoktorandin eine Studie zur frühkindlichen Bildung an der Universität Fribourg (Schweiz). Nach einer Juniorprofessur Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist sie seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und lehrt als Professorin für Kulturelle Bildung weiterhin in Hildesheim.
Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss ist in zahlreichen Gremien und Jurys Kultureller Bildung aktiv, so ist sie z.B. Gründungsmitglied des bundesweiten Netzwerkes Forschung Kulturelle Bildung, des Netzwerkes Frühkindliche Kulturelle Bildung und war von 2013 bis 2021 Mitglied des Rats für Kulturelle Bildung.
Dr. Michaela Stoffels *1970, ist Referentin für Kultur und Bildung beim Deutschen Städtetag. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich Erinnerungskultur / städtische Gedächtniseinrichtungen. Nach ihrem betriebswirtschaftlichen Studium und der Promotion in Neuerer Geschichte / Kunstgeschichte (Universität zu Köln) war sie 2008 bis 2019 als Studienleiterin für Kunst und als Grundsatzreferentin für Integration tätig. Parallel hat sie den Aufbaustudiengang Kulturmanagement (PH Ludwigsburg) sowie den Studiengang Kunstkritik & Kuratorisches Wissen (Universität Bochum) absolviert.
Eleanna Pitsikaki, Qanunist, Music Mediator & Lecturer
André Uelner, Kulturschaffender
Der Foren-Workshop »Die Illusion der Neutralität: Transkulturelle Aushandlung als Haltung« verbindet künstlerische Praxis und Forschung. Ausgangspunkt sind Erfahrungen aus transkulturellen Musikprojekten der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, mehrjährig begleitet vom Agenten für Diversitätsentwicklung André Uelner, künstlerisch mitgestaltet von der Musikerin Eleanna Pitsikaki und ethnographisch beforscht durch Dr. Ronja Kampschulte (EU-Projekt dialoguing@rts). In einem interaktiven Rollenspiel werden Herausforderungen (trans-)kultureller Praxis im institutionellen Kontext erfahrbar. Gemeinsam wird reflektiert, warum Neutralität oft eine Illusion bleibt und welche Haltungen für eine diskriminierungssensible Kulturpraxis entwickelt werden können.
Dr. Ronja Kampschulte promovierte am Afrikanistik-Institut der Universität zu Köln über Performativität und Brüche in der interkulturellen Kunst- und Kulturvermittlung. Seit dem Jahr 2024 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Musikethnologie der Universität zu Köln im Rahmen des EU-Horizon Projekts dialoguing@rts, wo sie in Italien, Deutschland und Serbien zur Förderung des sozialen Zusammenhalts durch die darstellenden Künste forscht. Von 2019-2024 war sie Referentin für Kulturelle Bildung bei der Stadt Ulm.
Eleanna Pitsikaki zählt zu den markantesten Stimmen der transkulturellen Musikszene ihrer Generation. Die in Kreta geborene Qanun-Virtuosin, transkulturelle Jazzmusikerin und Transkulturelle Musikvermittlerin verbindet auf einzigartige Weise musikalische Traditionen. Aktuell promoviert sie und setzt ihre künstlerisch-wissenschaftliche Forschung fort. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin an Institutionen wie der Hochschule für Musik Mainz und der Hochschule für Musik und Tanz Köln engagiert sie sich in internationalen Projekten zur interkulturellen Musikpädagogik. Sie war Co-Forscherin am Institut für Europäische Musikethnologie der Universität zu Köln im Rahmen des EU-Horizon Projekts dialoguing@rts.
André Uelner war Leiter der Education Abteilung am Festspielhaus Baden-Baden, stellv. Schulleiter der Theaterpädagogischen Akademie der Theaterwerkstatt Heidelberg, Diversitätsagent im Programm 360° der Kulturstiftung des Bundes an der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Bildungsreferent der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen. Seine diversitätsorientierten Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Preis ZukunftsGut.
Johanne Hoppstock, Teil des Künstler*innen-Duos by proxy
Der Workshop »Liebe Zukunft« lädt zu einer Zeitreise ins Jahr 2035 ein: Wie sieht eine Welt aus, in der wir alles dafür getan haben, dass Kulturpolitik handlungs- und widerstandsfähig gegenüber autoritären Strömungen bleibt? Entgegen gängiger Doomsday-Narrative erproben wir konstruktive Hoffnung als Haltung und kollektive Praxis.
Dr. des. Stefan Gebhard ist Forscher, Künstler und Vermittler an der Schnittstelle Kunst, Politik und Gesellschaft. Zwischen 2020 und 2025 leitete er den Zertifikatsstudiengang Darstellendes Spiel an der Universität Koblenz. In seiner Dissertation untersuchte er die Arbeit von Künstler*innen an Schulen, weitere Publikationen kreisen um das Verhältnis ästhetischer und politischer Bildung. Als Teil des Künstler*innen-Duos by proxy entwickelt er performative und partizipative Formate, zuletzt das Workshop-Format Liebe Zukunft.
Johanne Hoppstock Johanne Hoppstock ist Künstlerin, Theaterpädagogin und Lehrerin am Rahel-Varnhagen-Kolleg Hagen. Sie arbeitet an den Schnittstellen ästhetischer Praxis, Kultureller Bildung und demokratischer Bildung mit einem Schwerpunkt auf kollektiver Vorstellungskraft als politische Praxis. Aktuell leitet sie Offener Prozess, ein Forschungstheaterprojekt, das sie im Rahmen ihres Unterrichts mit jungen Erwachsenen im zweiten Bildungsweg zu NSU, Erinnerung und Demokratie entwickelt. Als Teil des Künstler*innen-Duos by proxy entwickelt sie performative und partizipative Formate, zuletzt das Workshop-Format Liebe Zukunft.
Doris Sprengel, Freischaffende Künstlerin
Der Workshop stellt den »Widerstandsbausatz« in den Mittelpunkt – eine begehbare, künstlerisch-partizipative Installation der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg, entwickelt von Doris Sprengel und Constanze Eckert, die sich mit aktivistischer Kunst und kreativen Protestformen auseinandersetzt. Als offenes, sich wandelndes System fungiert er zugleich als Visualisierung, Toolbox und Labor, das durch Beteiligung kontinuierlich wächst. Die Teilnehmenden reflektieren und verhandeln ihre eigenen Standpunkte im Kulturbetrieb mit ästhetischen Mitteln. Sie erkunden, wofür sie einstehen, wie widerständig sie sein können und wo ihre Grenzen liegen. Der Bausatz dient dabei als Inspirationsquelle für künstlerische Strategien und konkrete Umsetzungsideen in der eigenen Praxis.
Constanze Eckert M.A., »Art in Context«. Seit vielen Jahren ist sie in unterschiedlichen Funktionen an den Rändern von Kunst- und Bildungssystem verortet. Nach künstlerischen Vermittlungs- bzw. Beteiligungsprojekten, Lehre, Fort- und Weiterbildungen für Multiplikator*innen und künstlerisch-wissenschaftlicher Begleitforschung ist sie derzeit Teil des Leitungstrios der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg.
Doris Sprengel M.A., Freischaffende Künstlerin an der Schnittstelle von Bildender Kunst, kultureller Bildung und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Ihre künstlerische Praxis zeichnet sich durch partizipative und kollaborative Ansätze aus, die Kunst als Medium für gesellschaftlichen Dialog und Transformation verstehen. Gefördert u. a. durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg und die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg.
Dr. André Mumot, Kulturjournalist, Autor und Übersetzer (Moderation)
Christine Watty , Berlin, ist Redaktionsleiterin und Moderatorin bei Deutschlandfunk Kultur. Sie betreut Radiosendungen, moderiert und konzipiert neue digitale Formate. Ihre Themen: Kultur und Politik sowie die dazugehörigen gesellschaftlichen Diskurse und Debatten.
Dr. André Mumot
geboren 1979 in Helmstedt, studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim und promovierte mit der Dissertation Bewegung und Subjekt. Zur Kontinuität eines literarischen Motivs von Petraca bis Stifter, von Bernhard bis Ransmayr.
Als freier Journalist hat er unter anderem für die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Hildesheimer Allgemeine Zeitung sowie für nachtkritik.de geschrieben. Seit 2014 ist er im Deutschlandfunk Kultur als Redakteur tätig und moderiert die Sendung »Fazit – Die Kultur vom Tage«, sowie das Theatermagazin »Rang 1«. Außerdem ist er regelmäßig als Theaterkritiker und Kulturjournalist zu hören. Er moderiert literarische Lesungen mit AutorInnen wie Coco Mellors, Jenny Mustard und Jasper Fforde.
Als Übersetzer englischsprachiger Romane und Sachbücher hat er die Werke namhafter AutorInnen wie Neil Gaiman, Jo Nesbø, Nick Harkaway, Cornelia Funke und Graham Moore für verschiedene Verlage wie Penguin, Hanser oder Berlin Verlag ins Deutsche übertragen. Seine Übersetzung des Romans Wunder von Raquel J. Palacio wurde 2014 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Seit 2021 übersetzt er für den Eichborn Verlag die »Stranger Times« und »Bunny McGarry« -Reihen des irischen Schriftstellers C. K. McDonnell.
Im Tectum-Verlag erschien 2008 sein Buch »Irrwege zum ich – Eine kleine Literaturgeschichte des Gehens«. Seine Romane Muttertag (2016) und Geisternächste (2018) werden bei Eichborn verlegt.
Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Sozialwesen an der Hochschule Niederrhein und stellv. Leitung des Institutes SO.CON, Krefeld
Kirsten Haß, Vorstand, Kulturstiftung des Bundes
Lluís Bonet, Director of the Cultural Management programme, University of Barcelona
Welche Prioritäten und Strukturen liegen der Kulturfinanzierung aktuell zugrunde? Welche Auswirkungen haben enger werdende finanzielle Spielräume gesamtgesellschaftlich – gerade angesichts der Tatsache, dass Kultur als »vorpolitischer Raum« besonders von »Kulturkämpfen« betroffen ist? Bedarf es alternativer Finanzierungsstrukturen? Oder braucht es nicht gerade die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen und eine Stärkung des Kulturbereiches insgesamt als zentralem Austragungsort der Angriffe auf die liberale, plurale Demokratie? Wie können Kultureinrichtungen als Orte der Aushandlungsprozesse stärker wahrgenommen und auch gefördert werden und damit der (gefühlten) Polarisierung entgegenwirken?
Peter Laudenbach berichtet für die SZ aus Berlin über Theater und Kulturpolitik. Er recherchiert seit Jahren zu rechten Kulturkämpfen. Neben Interview-Büchern mit Alexander Kluge und Frank Castof und einem gemeinsam mit zwei Unternehmensberatern verfassten Buch zur Soziologie der Organisation hat er 2023 das Buch »Volkstheater. Der rechte Angriff auf die Kunstfreitheit« veröffentlicht (Verlag Kaus Wagenbach).
Prof. Dr. Beate Küpper , geb. 1968, aufgewachsen in Essen, hat an der Philipps-Universität Marburg studiert und an der Ruhr-Universität Bochum promoviert, ist Sozialpsychologin und Professorin für Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach und stellvertretende Leiterin des In-Instituts SO.CON – Social Concepts; derzeit ist sie außerdem am Aufbau der neuen Konfliktakademie am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld in der Linie kommunale Konflikte beteiligt. Ihre Themen sind Diversity, Integration, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, insbesondere an der Schnittstelle von Forschung und Praxis und zu politischer Bildung. Seit 2014 ist sie Mitautorin der »Mitte-Studie« zu rechtsextremen und demokratiegefährdenden Einstellungen in Deutschland, durchgeführt im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Kirsten Haß studierte Germanistik und Publizistik in Berlin. Nach mehreren Jahren als Leiterin PR im Buchhandel war sie bis 2006 Geschäftsführerin des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen, Sprecherin der Freien Kulturverbände Niedersachsen sowie Vorsitzende des Bundesverbands Freier Theater. Das Thema Evaluation im Kulturbereich war bereits in dieser Zeit Schwerpunkt ihrer Vortrags- und Seminartätigkeit. 2007 begann sie bei der Kulturstiftung des Bundes zunächst als Leiterin der Allgemeinen Projektförderung und leitete ab 2010 den Förder- und Programmbereich der Stiftung. 2020 wechselte Kirsten Haß auf die Position der Verwaltungsdirektorin und bildet gemeinsam mit Katarzyna Wielga-Skolimowska den Vorstand der Kulturstiftung des Bundes.
Lluís Bonet Director of the Cultural Management Program and Professor of Economics at the University of Barcelona. Expert in cultural economics, cultural management and cultural policies. Honoured with the ENCATC Award Laureate for Outstanding Contribution (2023) and the Catalan Audiovisual Council Research Award (2002). He has been a visiting researcher in different universities and guest lecturer in more than fifty countries. He has served on the boards of many cultural and academic institutions, and on juries and editorial boards of academic journals. He has participated in numerous international projects funded by the Horizon Europe, Creative Europe, Erasmus+ or Research Council of Norway programs. Publications connected to the congress theme are: La politique culturelle de Vox en Espagne : du laboratoire institutionnel à la dispute stratégique (2026), Direct government contribution to culture: legitimacy, financial mechanisms and level of spending compared internationally (2025), Cultural policies in illiberal democracies: a conceptual framework based on the Polish and Hungarian government experiences (2020).
Dr. Daniel Gad, Kulturpolitik- und Kulturvermittlungsforscher, Geschäftsführer des UNESCO-Lehrstuhls für Kulturpolitik, Universität Hildesheim
Prof. Dr. Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik und Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls für Kulturpolitik für die Künste in Entwicklungsprozessen, Universität Hildesheim
Olaf Martin, Geschäftsführer, Landschaftsverband Niedersachsen
Anneli Stromqvist, Kulturrätin, Schwedische Botschaft
Meriam Bousselmi
Dr. Daniel Gad
Prof. Dr. Julius Heinicke
Olaf Martin
Anneli Stromqvist
Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig
Christina Stausberg, Hauptreferentin für Kultur des Deutschen Städtetags, Köln
Kunst und Kultur haben den Anspruch, Diskursräume zu öffnen und gesellschaftspolitische Aushandlungsprozesse mit ihren Ideen, Formaten und Angeboten voranzutreiben. Sie wirken im Schutz der Kunstfreiheit, einem hohen Gut unserer freien Demokratie. Gleichwohl gerät dieses hohe Gut zunehmend unter Druck. Wir erleben eine wachsende gesellschaftliche Polarisierung und einen „Kulturkampf“ um das, was richtig und was falsch ist, um die Werte unserer freiheitlichen Demokratie. Diese gesellschaftliche Auseinandersetzung beeinflusst auch die öffentliche Förderung von Kunst und Kultur. Die öffentliche Hand muss sich positionieren: Wie weit wirkt sie als neutrale Sachwalterin der Kunstfreiheit und „Vermittlerin“ im Spannungsfeld zu anderen Grundrechten, wie stark setzt sie selbst Ziele und verfolgt Steuerungsansprüche?
Im Forum wollen wir anhand von – realen und fiktiven – Beispielen ausloten, wie weit diese Steuerung im Spannungsfeld zur Kunstfreiheit gehen darf oder sogar muss bzw. wie stark sich die öffentliche Kulturförderung selbst beschränken muss.
Heike Herold
Dr. Skadi Jennicke , *1977 in Leipzig. Sie studierte Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig und promovierte zur Dr. phil. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie arbeitete als Dramaturgin an verschiedenen Theatern Deutschlands, langjährige Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« sowie Lektorin für Deutschland Radio in Berlin. Von 2009 bis 2016 war sie Mitglied der Ratsversammlung der Stadt Leipzig. Im Juni 2016 wurde sie zur Bürgermeisterin und Beigeordneten für Kultur der Stadt Leipzig gewählt. In dieser Funktion verantwortet sie die kommunale Kulturlandschaft – von den Eigenbetrieben und Beteiligungsgesellschaften Kultur über die städtischen Museen bis hin zur freien Kunst- und Kulturszene.
Christina Stausberg *1967, ist Hauptreferentin für Kultur beim Deutschen Städtetag in Köln. Sie studierte Politikwissenschaften, Germanistik und Soziologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Ihre Magisterarbeit bei Prof. Paul Kevenhörster befasste sich mit der Entwicklung rechtsextremer Parteien in der Bundesrepublik Deutschland. Nach zehnjähriger Tätigkeit in der kommunalen Praxis wechselte sie 2007 zu den kommunalen Spitzenverbänden. Dort war sie zunächst in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik tätig, bis sie 2017 in die Kulturpolitik wechselte.
Jürgen K. Enninger, 1. Vorsitzender des Vorstands, Referent für Kultur, Welterbe und Sport der Stadt Augsburg
David Nethen, Leitung des Amtes für Kultur und Weiterbildung, Kreisstadt Unna
Dieter Rossmeissl, Kulturreferent a.D., Stadt Erlangen
Julia Sagasser, Referentin, Deutscher Städte- und Gemeindebund
Simone Duggan
Jürgen K. Enninger
David Nethen
Dieter Rossmeissl
Julia Sagasser
Marcus Heinke, Kulturmanager und Kulturwissenschaftler
Peggy Piesche, Leitung Referat 34 Zielgruppenspezifische Veranstaltungen sowie kommissarische Leitung Referat 35 Kulturelle Formate, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Emma Roßbach, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Soziologie, TU Chemnitz
»Für Kultur kämpfen – Mit strategischer Kulturförderung zu einer resilienten Gesellschaft«
Die Chemnitzer Kulturhauptstadtbewerbung 2025 entstand im Spannungsfeld von rechtsextremen Ausschreitungen 2018 und zivilgesellschaftlichen Gegenbewegungen. Als kulturpolitische Antwort zielte sie darauf, demokratische Räume zu stärken, Netzwerke aufzubauen und die Stadtgesellschaft resilienter zu machen – trotz Anfeindungen von rechts.
Im Forum steht die Frage »Finanzierung als Einfallstor?« im Fokus: Wie schützen Förderstrukturen demokratische Kulturarbeit, wo machen sie anfällig? Ein World-Café diskutiert die Chemnitzer Erfahrungen und ihre Übertagbarkeit für Resilienz und Allianzen.
Caroline Galvis Caroline Galvis ist Schauspielerin, Figurenspielerin und Moderatorin. Seit 2024 ist sie festes Ensemblemitglied am Figurentheater Chemnitz. Als Moderatorin begleitet sie Veranstaltungen und Gesprächsformate mit Fokus auf Vernetzung und Kulturpolitik. Sie ist Vorstandsmitglied des Verbands der Freien Darstellenden Künste in Chemnitz. In der »Europäischen Werkstatt für Kultur und Demokratie« der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 war sie sowohl als Moderatorin von Diskursveranstaltungen als auch als Projektträgerin des Projektes »Two Towns« involviert.
Marcus Heinke ist Kulturmanager und -wissenschaftler mit Schwerpunkt auf strategischer Kulturentwicklung und Geschichte und Aktualität des staatlichen Förderwesens in Deutschland. Er arbeitet seit mehr als zehn Jahren für einen Dachverband der Kulturarbeit, Jugendarbeit und Demokratiebildung in Chemnitz und ist langjähriger Sprecher der Landesgruppe Sachsen der Kulturpolitischen Gesellschaft. Zusammen mit Pascal Anselmi entwickelte und verantwortet er das übergeordnete Projekt »Europäische Werkstatt für Kultur und Demokratie« für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025.
Peggy Piesche ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet in der Bundeszentrale für
politische Bildung. Sie war Fachbeirat für das Programm »Europäische Werkstatt für Kultur- und
Demokratie«.
Emma Roßbach arbeitet im Fachbereich Soziologie der TU Chemnitz und ist mit der Evaluation der
Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 betraut.
Dr. Grit Ruhland, Projekteitung, Häselburg Gera
Dr. Frauke Wetzel, Programmleitung, LOKAL – Programm für Kultur und Engagement, Kulturstiftung des Bundes
Können im Schwimmbad oder im Kiosk Visionen für das Zusammenleben in einem Ort entstehen? Was haben eine Bushaltestelle und ein Seniorenheim gemeinsam? Mit wem gehst Du den Schritt in die unerprobte Gemeinschaft fremder Mitmenschen: mit dem Kirchenchor, mit der Feuerwehr, mit lokalen Pflegekräften oder Handwerksbetrieben vor Ort?
Für das Programm »LOKAL« – das die Kulturstiftung des Bundes mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der European Cultural Foundation gemeinsam entwickelt hat – sind Kunst und Kultur wirksame Hebel für die soziale Teilhabe: In diesem Workshop wollen wir ganz praktisch zwei Aspekte bei LOKAL mit Ihnen erproben: Partizipative Formate und neue Partnerschaften. Die Künstler*innen vom Kollektiv Kubik stellen einige Beispiele ihrer Arbeit in kleineren Städten und Gemeinden vor. Wenn sie Leitern an Wände stellen, über die Menschen blicken und neue Ideen für Orte entwickeln dann entstehen ebenso unerwartete wie unverhoffte Begegnungen, die aus eigensinnigen künstlerischen Formen heraus ihr Potenzial für neue Formen des Miteinanders vor Ort entfalten. In diesem Workshop gehen wir spielerisch auf Formatentwicklung, tauschen uns aus über Räume, Herausforderungen und Partner. Sie tauschen sich in Kleingruppen dazu aus und wir geben Ihnen unser LOKAL-Spiel mit an die Hand. Künstler*innen, die durch LOKAL gefördert werden, stehen ebenfalls für Fragen zur Verfügung.
Es ist möglich, auf Englisch teilzunehmen.
Katja Kettner studierte Theater, Tanz und Literaturwissenschaften sowie Kulturmanagement. Sie ist Dramaturgin, Autorin und Projektleiterin und Mitbegründerin sowie künstlerische Co-Leiterin des Kanaltheaters in Eberswalde.
Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Text, Performance und szenischer Forschung. Seit vielen Jahren entwickelt sie regionale und internationale Projekte in den Bereichen Theater, Tanz und Neue Musik und arbeitet dabei mit Ensembles, Kollektiven und Bildungseinrichtungen zusammen.
Mit dem Kanaltheater setzt sie sich mit Fragen der Zugänglichkeit von Theaterarbeiten, Interviewarbeit für Stückentwicklungen, Authentizität, der Integration von Alltagsexpertisen und den Bedingungen für gelingende Communityarbeit auseinander.
Dr. Grit Ruhland ist seit Oktober 2025 Projektleiterin des Netzwerkprojekts »Gegenwartswerkstatt« der Häselburg Gera in LOKAL – Programm für Kultur und Engagement, einem Programm der Kulturstiftung des Bundes, der Bundeszentrale für Politische Bildung/bpb und der European Cultural Foundation. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Skulptur- und Raumkonzepte und wurde ebenda anschließend Meisterschülerin von Prof. Martin Honert. Ihre künstlerische Arbeit basiert auf einem konzeptionellen Ansatz und umfasst Projekte in den Bereichen Community Arts, Public Art, Sound Art und Interaktion mit wissenschaftlichen Instituten und Themen. Ihr besonderes Interesse gilt dem Umweltverhalten, den Auswirkungen des Bergbaus und dem nuklearen Erbe. Sie promovierte über die Auswirkungen des Uranbergbaus auf die Landschaft Ostdeutschlands an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Arbeit ist im Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vertreten. Sie hat als Dozentin an verschiedenen Hochschule gelehrt, darunter der Bauhaus Universität Weimar, der TU Dresden, der Universität Regensburg und der Bergischen Universität Wuppertal.
Dr. Frauke Wetzel ist Kulturwissenschaftlerin mit Abschlüssen in Osteuropäischer Geschichte (Doktor) und Kulturmanagerin. In Chemnitz, der Kulturhauptstadt Europas 2025, beriet sie NGOs und Kulturakteure beim Aufbau neuer Partnerschaften. Zuvor war sie als Leiterin der Abteilung für Audience Development in HELLERAU – Europäisches Zentrum für die Künste Dresden tätig. Zuvor arbeitete Frauke Wetzel für das Festival »Politik im Freien Theater«, war bei der Stiftung Brücke/Most für Programmgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich und war sechs Jahre lang in der Tschechischen Republik tätig. Seit 2025 ist Frauke Wetzel Programmleiterin von „LOKAL – Programm für Kultur und Engagement“ bei der Kulturstiftung des Bundes.
Natascha Strobl, Politikwissenschaftlerin, Expertin für Rechtsextremismus und die Neue Rechte
Annemie Vanackere, Intendantin und Geschäftsführerin, HAU Hebbel am Ufer in Berlin
Dr. Pavla Hivert, Assistant Professor, Prague University of Economics and Business
Netzwerke bestehen aus einer Reihe miteinander verbundener Knoten und Verbindungen. Sie sind zentrale Systeme in Natur und Technik ebenso wie im Sozialen. Können wir in den sozialen Systemen von biologischen Systemen lernen? Welche Rolle spielen Kooperationen – in der Natur und in der Gesellschaft? Wie tragfähig ist das Konzept des »Survival of the Nettest« (Dirk Brockmann 2025) aus der Natur für aktuelle Herausforderungen? Können Kulturpolitik, kulturelle und politische Bildung sowie ästhetische Praxis zur Erprobung und Etablierung von Mechanismen beitragen, die uns zum Umgang mit negativen Emotionen befähigen und damit »Schlüsselkompetenzen« ausbilden, um der allgegenwärtigen Erfahrung von Verlust gewachsen zu sein? Wenn dafür maßgeblich ist, nicht (mehr) naiv zu sein – heißt: mit möglichen Verlusten rechnen, Resilienz aufbauen, Ambiguitätstoleranz fördern – ist das dann schon genug, um autoritären Angriffen erfolgreich zu begegnen? Welche Netzwerke müssen dafür geschlossen werden? Und wie?
Gilda Sahebi ist ausgebildete Ärztin und studierte Politikwissenschaftlerin. Ihr journalistisches Volontariat absolvierte sie beim Bayerischen Rundfunk, als freie Journalistin arbeitet sie mit den Schwerpunkten Innen- und Außenpolitik, autoritäre Systeme und Polarisierung. Sie ist Autorin für die »taz« und den »Spiegel« und arbeitet unter anderem für die ARD. Ihre Bücher »Unser Schwert ist Liebe«, »Die feministische Revolte im Iran« und »Wie wir uns Rassismus beibringen. Eine Analyse deutscher Debatten« erschienen 2023 und 2024 beim S. Fischer Verlag. Ihr aktuelles Buch »Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung« erschien im September 2025. Gilda Sahebi lebt in Berlin.
Natascha Strobl
Annemie Vanackere studierte Philosophie in Leuven und Paris sowie ein Jahr Theater- und Filmwissenschaft in Leuven. Sie arbeitete als Produktionsleitung u.a. für STUC und das Festival KLAPSTUK, 1993 übernahm sie die künstlerische Leitung des Nieuwpoorttheater in Ghent. Von 1995 bis 2011 war Annemie Vanackere an der Rotterdamse Schouwburg beschäftigt, seit 2001 als künstlerische Ko-Leiterin sowie als Leiterin des an die Schouwburg angegliederten Productiehuis Rotterdam. Bis 2011 war sie zudem künstlerische Leiterin von »De Internationale Keuze van de Rotterdamse Schouwburg«, dem 2001 von ihr mitgegründeten jährlich stattfindenden internationalen Theater-, Tanz- und Performancefestival in Rotterdam. Seit September 2012 ist Annemie Vanackere die Intendantin und Geschäftsführerin des HAU Hebbel am Ufer in Berlin, das sie am 1. November 2012 mit ihrem Team neu eröffnet hat.
Das HAU Hebbel am Ufer steht mit seinen drei Häusern HAU1, HAU2 und HAU3 und der digitalen Bühne HAU4 für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildende Kunst und diskursiven Formaten außerdem ist es Veranstalter*in des internationalen Festivals »Tanz im August«.
Dr. Pavla Hivert is an assistant professor in the Department of Arts Management at the Faculty of Business Administration, Prague University of Economics and Business, where she engages in academic teaching and research. Her research expertise encompasses cultural management, cultural policy, and emerging business models in creative industries.
Dr. Hivert maintains an active presence in cultural practice alongside her academic work. With extensive experience as a cultural manager in institutions and projects, she served as Director of the Arts and Theatre Institute and General Director of the Prague Quadrennial, from 2008 to 2025. In November 2025, she was appointed Bursar (Financial and Administrative Director) of the Academy of Fine Arts in Prague AVU.
She participates in different expert bodies and networks, including her role as a member of the Culture Section of the Czech UNESCO Commission.
Die Performerinnen erzählen mit Spielfreude die soziale Geschichte des Kongresses. Sie verbinden die Inhalte mit den anwesenden Personen und dem Veranstaltungsort. Am Ende der Veranstaltung übersetzen und verkörpern die Performerinnen einerseits Ideen, Statements sowie die Struktur der gemeinsam erlebten Veranstaltung, andererseits bringen sie Zwischentöne, subjektive Momente, Leerstellen und Atmosphären in den Raum. Sie bieten dadurch den Teilnehmenden eine visuelle und performative Reflexionsebene und eine ästhetische Erfahrung an.
Nora Frohmann, Elena Strempek, Angelika Waniek Nora Frohmann lebt und arbeitet in Leipzig. Nach einem Studium der Fotografie in München und der Bildenden Kunst in Leipzig fußt ihre künstlerische Praxis auf Tanz/Performance und Skulptur/Installation. Dabei interessieren sie Potenziale, Uneindeutigkeiten, Körper- und Sinnlichkeit. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und ihre Arbeiten werden international gezeigt. Seit 2017 ist sie Mitglied der Company des Leipziger Tanztheaters und dort seit 2019 künstlerische Assistentin. Sie arbeitet(e) mit/für verschiedene Choreograf*innen und Künstler*innen. Seit 2021 ist sie am Lindenau-Museum in Altenburg fest angestellt als Kunstvermittlerin. www.norafrohmann.com
Elena Strempek ist Künstlerin, Dramaturgin und Kunstvermittlerin in Leipzig. Ihr Schwerpunkt liegt auf Performance und künstlerischer Forschung. Die Frage nach der Zugänglichkeit von Kunst treibt sie spätestens seit ihrem Masterstudiengang „Critical and Pedagogical Studies” an der Kunsthochschule Malmö (Schweden) um. Gemeinsam mit Angelika Waniek und Nora Frohmann entwickelt sie stetig das Format Performance Recording weiter und lässt dabei ihrer Spielfreude freien Lauf. www.strempek.de
Angelika Waniek ist Performerin in Leipzig. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Wissens- und Erfahrungstransfer und legt damit Potenziale von gemeinsamem Handeln frei. In ihren Soloperformances analysiert sie bestehende kulturelle und historische Narrative, die mit den jeweiligen Aufführungs- und Ausstellungsorten verbunden sind, und erzählt diese wieder und weiter. Ihre künstlerische Arbeit ist geprägt von einem Interesse an politischen Perspektiven auf performative und visuelle Praktiken. Im Moment forscht sie zu performativen Formaten der Aufzeichnung und Bewahrung.