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08:30
Anmeldung / Registrierung
Do. 11.06. — 08:30–9:30
 
 
09:30
Eröffnung
Do. 11.06. — 9:30-12:00
 
 
 
Grußwort
Do. 11.06. — 9:45–10:00
Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien
Dr. Wolfram Weimer

Dr. Wolfram Weimer ist seit dem 6. Mai 2025 Staatsminister für Kultur und Medien. Der promovierte Historiker, Verleger und Publizist ist parteilos und verfügt über langjährige Erfahrung im Mediensektor. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre sowie der Promotion begann er seine journalistische Laufbahn bei der dpa in Washington und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Anschließend war er Chefredakteur der Welt, der Berliner Morgenpost, des Focus und des von ihm gegründeten Magazins Cicero. 2012 gründete Weimer die Weimer Media Group, zu der Magazine wie The European und Business Punk sowie ein Buchverlag gehören.

 
 
Im Dialog
Do. 11.06. — 10:00–10:15
Prof. Dr. Markus Hilgert, Präsident der Universität der Künste zu Berlin, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.
Sönke Rix, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Prof. Dr. Markus Hilgert

Prof. Dr. Markus Hilgert ist seit 1. April 2025 Präsident der Universität der Künste Berlin, seit dem 8. November 2025 Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. und engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in den Bereichen Kultur und Wissenschaft. Im Vordergrund stehen dabei stets fachpolitische Themen. Von 2018 bis 2025 war Hilgert Generalsekretär und Vorstand der Kulturstiftung der Länder und von 2014 bis 2018 Direktor des Vorderasiatischen Museums im Pergamonmuseum der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Von 2007 bis 2014 lehrte Hilgert als Professor für Altorientalistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Als Honorarprofessor unterrichtet Hilgert gegenwärtig an der Freien Universität Berlin, der Universität Heidelberg und der Universität Marburg. Hilgert war von 2009 bis 2015 Vorsitzender der Deutschen Orient-Gesellschaft und von 2013 bis 2015 Vorsitzender der von der baden-württembergischen Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer eingesetzten Expertenkommission zur »Situation der ‚Kleinen Fächer‘ in Baden-Württemberg« des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. 2017 wurde Hilgert zum Gründungspräsident von Blue Shield Deutschland gewählt. Als Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder initiierte er im Jahr 2021 die Notfallallianz Kultur, ein gesamtgesellschaftliches Bündnis für Resilienz in der Kultur. Hilgert engagiert sich für kulturpolitische Anliegen in verschiedenen Gremien auf nationaler und internationaler Ebene, darunter im Vorstand der Deutschen UNESCO Kommission, im Kuratorium der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie im Stiftungsrat der Aliph Foundation. Hilgerts Veröffentlichungen umfassen zahlreiche wissenschaftliche Publikationen sowie Beiträge zu aktuellen kultur- und gesellschaftspolitischen Themen. Dazu zählen der gemeinsam mit Ronald Grätz herausgegebene Band »Innen – Außen. Perspektiven einer integrierten Kulturpolitik« (2021) sowie der 2018 erschienene Band »Objektepistemologien. Zur Vermessung eines transdisziplinären Forschungsraums« (mit Henrike Simon und Kerstin P. Hofmann).

Sönke Rix

Sönke Rix

 
 
Keynote
Do. 11.06. — 10:15–10:45
Prof. Dr. Andreas Reckwitz, Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Andreas Reckwitz

Prof. Dr. Andreas Reckwitz ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und einer der prägenden Soziologen der Gegenwart. Seine Arbeiten zur Moderne und Spätmoderne verbinden Gesellschaftstheorie, Kultursoziologie und Zeitdiagnose. Besondere Aufmerksamkeit fanden seine Bücher Die Erfindung der KreativitätDie Gesellschaft der SingularitätenDas Ende der Illusionen und Verlust. Sie wurden in 25 Sprachen übersetzt und haben weit über die Soziologie hinaus Resonanz gefunden. Für seine Forschungen erhielt er unter anderem den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

 
 
Gespräch
Do. 11.06. — 10:45–11:15
Dr. Liya Yu, Neuropolitische Philosophin und Politikwissenschaftlerin (UdK und LMU)
N.N.
Dr. Liya Yu

Dr. Liya Yu ist neuropolitische Philosophin und Politikwissenschaftlerin. Sie entwickelt einen neurowissenschaftsbasierten Gesellschaftsvertrag, um die politischen Herausforderungen unserer liberalen Demokratien zu bewältigen. Sie ist die Autorin von Vulnerable Minds: The Neuropolitics of Divided Societies (2022) und Hirn statt Moral: Warum nur Neuropolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichert (April, 2026). Yu wuchs in Deutschland als Kind chinesischer Einwanderer auf, studierte an der University of Cambridge und promovierte an der Columbia University in New York. Sie verfügte über internationale Lehraufträge in den USA, Asien und Europa. Das Philosophie Magazin kürte ihre neuropolitische Theorie zu einer der wichtigsten Ideen für 2025, Brand New Bundestag nominierte sie für den Progressive Science Voices Award 2024. An der Universität der Künste entwickelte sie den weltweit ersten Kurs an der Schnittstelle von Neuropolitik und Performance Kunst. Ihre Interviews und Beiträge zu politischer Neurowissenschaft, Rassismus und Dehumanisierung sind in ARD, ZDF, DIE ZEIT, Tagesspiegel, BBC, New Scientist u.v.m. erschienen. 

N.N.

N.N.

 
 
Künstlerischer Impuls
Do. 11.06. — 11:15–12:00
 
 
12:00
Mittagspause
Do. 11.06. — 12:00–13:30
 
 
13:30
Panel 1: Neutralität als Haltung?
Do. 11.06. — 13:30–15:00
Prof. Dr. Friedhelm Hufen, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Universität Mainz
Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Stadt Frankfurt am Main
Basil Kerski, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen
Dr. Jaroslaw Kuisz (tbc), Professor am Institut für Rechtsgeschichte der Fakultät für Rechtswissenschaften und Verwaltung, Universität Warschau

Bezugnahmen auf den demokratischen Grundkonsens und Anrufungen des normativen Kerns im Grundgesetz werden immer häufiger konterkariert durch Verweise auf staatliche Neutralitätspflichten. Während die Profession politischer Bildung und die Gedenkstättenpädagogik bereits seit vielen Jahren auf die damit verbundene, enorme Gefahr hinweisen, erreicht dieser Diskurs nun auch verstärkt die Kultur – sowohl in ihrer praktischen Arbeit als auch in der Kulturpolitik und Kulturverwaltung.

Was bedeutet das »Neutralitätsgebot« – juristisch betrachtet? In welchem Verhältnis stehen der demokratische Grundkonsens und der normative Kern im Grundgesetz zu Verweisen auf »staatliche Neutralität«? Wie steht es um »Neutralität als Haltung« im Bereich der Kulturpolitik und -praxis? Was bedeutet »Haltung« hierbei? Was brauchen Mitarbeitende in Kulturverwaltung und -institutionen, in kultureller Bildung und ästhetischer Praxis, um »Haltung« bewahren zu können?

Prof. Dr. Friedhelm Hufen

Prof. Dr. Friedhelm Hufen studierte Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft in Münster, Freiburg und Princeton (USA). Nach beiden juristischen Staatsexamen, Promotion und Habilitation hatte er Professuren für öffentliches Recht in Augsburg, Regensburg (dort auch für Rechtsphilosophie) und seit 1993 in Mainz (emeritiert seit 2011) und Gastprofessuren in New Orleans, Cape-Town und Paris inne. Er war Mitglied des Verfassungsgerichtshofs des Landes Rheinland-Pfalz. (2008-2014), stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Staatsrechtslehrer (2004/ 2005) und Mitglied in zahlreichen Vereinigungen und Kommissionen. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Kulturrecht, Medizinrecht und Grenzfragen des Rechts und der Ethik. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind vor allem die Lehrbücher zu den Grundrechten und zum Verwaltungsprozessrecht zu erwähnen. Prof. Hufen ist Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz.

Dr. Ina Hartwig

Dr. Ina Hartwig , geb. 1963 in Hamburg, studierte Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin. Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der »Frankfurter Rundschau« (1997-2009) und Herausgeberin des »Kursbuch« (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne und schrieb u.a. für die »Die Zeit« und die »Süddeutsche Zeitung«. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung »Das Geheimfach ist offen. Über Literatur« (2012) und »Ingeborg Bachmann. Eine Biographie in Bruchstücken« (2017; aktualisierte Neuauflage 2026). Für den Film »Die Geträumten« (Österreich 2016), verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Basil Kerski

Basil Kerski

ist Kulturmanager, Museumsleiter, Politikexperte, Publizist und seit Januar 2026 Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf. Er war zuvor 15 Jahre lang Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig.

Geboren 1969 in einer irakisch-polnischen Familie in Danzig, lebte Basil Kerski in seiner Kindheit und Jugend im Irak,  in der Volksrepublik Polen und in West-Berlin. Er studierte Politikwissenschaft und Slawistik an der Freien Universität Berlin.

Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter im deutsch-amerikanischen Aspen Institute Berlin, im Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und im Deutschen Bundestag. Basil Kerski ist ehemaliger Chefredakteur des zweisprachigen »Deutsch-Polnischen Magazins DIALOG«, Autor und Herausgeber sowie politischer Kommentator in europäischen Medien.

Für sein europäisches Engagement wurde Basil Kerski u.a. mit dem französischen Orden der Ehrenlegion, dem Bundesverdienstkreuz sowie dem polnischen Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet.

Dr. Jaroslaw Kuisz (tbc)

Dr. Jaroslaw Kuisz (tbc)

 
15:00
Kaffeepause
Do. 11.06. — 15:00–15:30
 
 
15:30
Forenblock A: Neutralität als Haltung?
parallele Foren
Do. 11.06. — 15:30–16:45
 
 
17:00
Künstlerische Intervention
Do. 11.06. — 17:00–17:20
 
 
17:20
Pause
Do. 11.06. — 17:20–19:00
 
 
19:00
Abendveranstaltung
mit Kulturprogramm und Umtrunk
Do. 11.06. — 19:00–23:00
 
 
09:30
Begrüßung
Fr. 12.06. — 09:30–09:35
 
 
09:35
Early Warning: The Politizication of Arts and Culture in Slovakia
Fr. 12.06. — 09:35–09:50
 
 
09:50
Panel II: Kulturfinanzierung als Einfallstor?
Fr. 12.06. — 09:50–11:00
Peter Laudenbach, Journalist und Theaterkritiker, Süddeutsche Zeitung
Prof. Dr. Beate Küpper, Professorin für Sozialwesen an der Hochschule Niederrhein und stellv. Leitung des Institutes SO.CON, Krefeld
Kirsten Haß, Vorstand, Kulturstiftung des Bundes
Lluís Bonet, Director of the Cultural Management programme, University of Barcelona

Welche Prioritäten und Strukturen liegen der Kulturfinanzierung aktuell zugrunde? Welche Auswirkungen haben enger werdende finanzielle Spielräume gesamtgesellschaftlich – gerade angesichts der Tatsache, dass Kultur als »vorpolitischer Raum« besonders von »Kulturkämpfen« betroffen ist? Bedarf es alternativer Finanzierungsstrukturen? Oder braucht es nicht gerade die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen und eine Stärkung des Kulturbereiches insgesamt als zentralem Austragungsort der Angriffe auf die liberale, plurale Demokratie? Wie können Kultureinrichtungen als Orte der Aushandlungsprozesse stärker wahrgenommen und auch gefördert werden und damit der (gefühlten) Polarisierung entgegenwirken?

Peter Laudenbach

Peter Laudenbach berichtet für die SZ aus Berlin über Theater und Kulturpolitik. Er recherchiert seit Jahren zu rechten Kulturkämpfen. Neben Interview-Büchern mit Alexander Kluge und Frank Castof und einem gemeinsam mit zwei Unternehmensberatern verfassten Buch zur Soziologie der Organisation hat er 2023 das Buch »Volkstheater. Der rechte Angriff auf die Kunstfreitheit« veröffentlicht (Verlag Kaus Wagenbach).

Prof. Dr. Beate Küpper

Prof. Dr. Beate Küpper , geb. 1968, aufgewachsen in Essen, hat an der Philipps-Universität Marburg studiert und an der Ruhr-Universität Bochum promoviert, ist Sozialpsychologin und Professorin für Gruppen und Konfliktsituationen an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach und stellvertretende Leiterin des In-Instituts SO.CON – Social Concepts; derzeit ist sie außerdem am Aufbau der neuen Konfliktakademie am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld in der Linie kommunale Konflikte beteiligt. Ihre Themen sind Diversity, Integration, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, insbesondere an der Schnittstelle von Forschung und Praxis und zu politischer Bildung. Seit 2014 ist sie Mitautorin der »Mitte-Studie« zu rechtsextremen und demokratiegefährdenden Einstellungen in Deutschland, durchgeführt im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Kirsten Haß

Kirsten Haß studierte Germanistik und Publizistik in Berlin. Nach mehreren Jahren als Leiterin PR im Buchhandel war sie bis 2006 Geschäftsführerin des Landesverbands Freier Theater in Niedersachsen, Sprecherin der Freien Kulturverbände Niedersachsen sowie Vorsitzende des Bundesverbands Freier Theater. Das Thema Evaluation im Kulturbereich war bereits in dieser Zeit Schwerpunkt ihrer Vortrags- und Seminartätigkeit. 2007 begann sie bei der Kulturstiftung des Bundes zunächst als Leiterin der Allgemeinen Projektförderung und leitete ab 2010 den Förder- und Programmbereich der Stiftung. 2020 wechselte Kirsten Haß auf die Position der Verwaltungsdirektorin und bildet gemeinsam mit Katarzyna Wielga-Skolimowska den Vorstand der Kulturstiftung des Bundes.

Lluís Bonet

Lluís Bonet Director of the Cultural Management Program and Professor of Economics at the University of Barcelona. Expert in cultural economics, cultural management and cultural policies. Honoured with the ENCATC Award Laureate for Outstanding Contribution (2023) and the Catalan Audiovisual Council Research Award (2002). He has been a visiting researcher in different universities and guest lecturer in more than fifty countries. He has served on the boards of many cultural and academic institutions, and on juries and editorial boards of academic journals. He has participated in numerous international projects funded by the Horizon Europe, Creative Europe, Erasmus+ or Research Council of Norway programs. Publications connected to the congress theme are: La politique culturelle de Vox en Espagne : du laboratoire institutionnel à la dispute stratégique (2026), Direct government contribution to culture: legitimacy, financial mechanisms and level of spending compared internationally (2025), Cultural policies in illiberal democracies: a conceptual framework based on the Polish and Hungarian government experiences (2020).

 
11:00
Kaffeepause
Fr. 12.06. — 11:00–11:30
 
 
11:30
Forenblock B: Kulturfinanzierung als Einfallstor?
Fr. 12.06. — 11:30–12:45
 
 
12:45
Mittagspause
Fr. 12.06. — 12:45–14:15
 
 
14:15
Panel III: Netzwerke als Rettung?
Fr. 12.06. — 14:15–15:30
Gilda Sahebi, Autorin und Journalistin
Natascha Strobl, Politikwissenschaftlerin, Expertin für Rechtsextremismus und die Neue Rechte
Annemie Vanackere, Intendantin und Geschäftsführerin, HAU Hebbel am Ufer in Berlin
Dr. Pavla Hivert, Assistant Professor, Prague University of Economics and Business

Netzwerke bestehen aus einer Reihe miteinander verbundener Knoten und Verbindungen. Sie sind zentrale Systeme in Natur und Technik ebenso wie im Sozialen. Können wir in den sozialen Systemen von biologischen Systemen lernen? Welche Rolle spielen Kooperationen – in der Natur und in der Gesellschaft? Wie tragfähig ist das Konzept des »Survival of the Nettest« (Dirk Brockmann 2025) aus der Natur für aktuelle Herausforderungen? Können Kulturpolitik, kulturelle und politische Bildung sowie ästhetische Praxis zur Erprobung und Etablierung von Mechanismen beitragen, die uns zum Umgang mit negativen Emotionen befähigen und damit »Schlüsselkompetenzen« ausbilden, um der allgegenwärtigen Erfahrung von Verlust gewachsen zu sein? Wenn dafür maßgeblich ist, nicht (mehr) naiv zu sein – heißt: mit möglichen Verlusten rechnen, Resilienz aufbauen, Ambiguitätstoleranz fördern – ist das dann schon genug, um autoritären Angriffen erfolgreich zu begegnen? Welche Netzwerke müssen dafür geschlossen werden? Und wie?

Gilda Sahebi

Gilda Sahebi ist ausgebildete Ärztin und studierte Politikwissenschaftlerin. Ihr journalistisches Volontariat absolvierte sie beim Bayerischen Rundfunk, als freie Journalistin arbeitet sie mit den Schwerpunkten Innen- und Außenpolitik, autoritäre Systeme und Polarisierung. Sie ist Autorin für die »taz« und den »Spiegel« und arbeitet unter anderem für die ARD. Ihre Bücher »Unser Schwert ist Liebe«, »Die feministische Revolte im Iran« und »Wie wir uns Rassismus beibringen. Eine Analyse deutscher Debatten« erschienen 2023 und 2024 beim S. Fischer Verlag. Ihr aktuelles Buch »Verbinden statt spalten. Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung« erschien im September 2025. Gilda Sahebi lebt in Berlin.

Natascha Strobl

Natascha Strobl

Annemie Vanackere

Annemie Vanackere studierte Philosophie in Leuven und Paris sowie ein Jahr Theater- und Filmwissenschaft in Leuven. Sie arbeitete als Produktionsleitung u.a. für STUC und das Festival KLAPSTUK, 1993 übernahm sie die künstlerische Leitung des Nieuwpoorttheater in Ghent. Von 1995 bis 2011 war Annemie Vanackere an der Rotterdamse Schouwburg beschäftigt, seit 2001 als künstlerische Ko-Leiterin sowie als Leiterin des an die Schouwburg angegliederten Productiehuis Rotterdam. Bis 2011 war sie zudem künstlerische Leiterin von »De Internationale Keuze van de Rotterdamse Schouwburg«, dem 2001 von ihr mitgegründeten jährlich stattfindenden internationalen Theater-, Tanz- und Performancefestival in Rotterdam. Seit September 2012 ist Annemie Vanackere die Intendantin und Geschäftsführerin des HAU Hebbel am Ufer in Berlin, das sie am 1. November 2012 mit ihrem Team neu eröffnet hat.

Das HAU Hebbel am Ufer steht mit seinen drei Häusern HAU1, HAU2 und HAU3 und der digitalen Bühne HAU4 für aktuelle künstlerische Positionen an der Schnittstelle von Theater, Tanz, Performance, Musik, Bildende Kunst und diskursiven Formaten außerdem ist es Veranstalter*in des internationalen Festivals »Tanz im August«.

Dr. Pavla Hivert

Dr. Pavla Hivert is an assistant professor in the Department of Arts Management at the Faculty of Business Administration, Prague University of Economics and Business, where she engages in academic teaching and research. Her research expertise encompasses cultural management, cultural policy, and emerging business models in creative industries.

Dr. Hivert maintains an active presence in cultural practice alongside her academic work. With extensive experience as a cultural manager in institutions and projects, she served as Director of the Arts and Theatre Institute and General Director of the Prague Quadrennial, from 2008 to 2025. In November 2025, she was appointed Bursar (Financial and Administrative Director) of the Academy of Fine Arts in Prague AVU. 

She participates in different expert bodies and networks, including her role as a member of the Culture Section of the Czech UNESCO Commission.

 
15:30
Abschlussrunde
Fr. 12.06. — 15:30–16:00
 
 
16:00
Ende
Fr. 12.06. — 16:00